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 foto.studio.de / treffpunkt / diskussion  13.04.2024 
 Diskussionsforum: Foto

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 Welcher Film für eine Hochzeit im Winter ? (Kirlian, 23.10.2004, 16:49 Uhr)
(2 Antworten, letzter Beitrag: 12.01.2005, 19:28 Uhr)

Meine "Schwägerin in Warteschleife" hat mich gebeten, die Fotos an Ihrer Hochzeit zu machen - Farbe und SW. Da ich aber leider "nur" nebenbei fotografiere, bin ich mir über die Filmauswahl nicht ganz sicher. Ich möchte ja auch niemanden enttäuschen, auch wenn ich meine Bedenken schon geäußert habe und sie auch gebeten habe, zusätzlich in ein Fotostudio zu gehen. Man heiratet ja nicht so oft...
Ich habe mich bis jetzt für den Fuji SUPERIA X-TRA 800 als Farbfilm und den Kodak Tri X PAN 400 als SW-Film entschieden.
Wer kann mir helfen ? Wer hat andere Vorschläge ? Bin dankbar für jegliche Idee & Hilfe !

Vielen Dank ! Andrea
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Zweig einklappen Re[0]: Welcher Film für eine Hochzeit im Winter ? (westerholt-photo, 26.10.2004, 11:23 Uhr)
 Oh, Hochzeiten, ein weites Feld 8~)

Zunächst solltest du die Sache ruhig angehen, denn deine Schwägerin muß sich im Klaren darüber sein,
dass sie einen Amateur beauftragt hat. Du hast also
schonmal keine Schuld, wenn die Bilder nix werden.
Profis werden nicht nur deshalb gebucht, weil die Ergebnisse vermutlich "besser" werden, vielmehr stehen die Ergebnissicherheit und die Bildausbeute im Vordergrund. Sie möchte allerdings Geld sparen, gut, ihr Problem!

Dein Problem wird sein, dass du von der Feier selber nichts haben wirst, denn du stehst in Ermangelung der nötigen Erfahrung permanent unter Strom. Wenn mich aus meiner Verwandschaft jemand danach fragt, lehne ich dankend ab, es ist nämlich Arbeit für toto, wenn man es realistisch sieht.

Die Trauung findet vermutlich in der Kirche statt?! Somit ist der Superia 800 schon mal eine sehr gute Wahl, denn Kirchen sind im Allgemeinen sehr dunkel. Du solltest deine Geräte gut beherrschen und nicht im Automatikmodus fotografieren, das ergibt nur plattgeblitze Käsegesichter. Versuche Umgebungslicht mitzunehmen, taste dich an das Umgebungslich heran. Das funktioniert mit hochempfindlichem Film, lichtstarken Objektiven und langen Verschlußzeiten. Fotografiere im M-Modus, nur so kannst du eine optimale Zeit/Blenden Kombination finden. Aufhellblitzen heißt das Zauberwort. Das bedeutet konkret: Bis auf sagenwirmal -1 Blende an
das Umgebungslicht herantasten und den Rest mit Blitz aufhellen. So nimmst du Ambiente mit und der Blitzt sorgt dafür. dass die Bilder "knackig" werden und nicht zu pissgelbem Brei mutieren...

Noch ein kleiner Tipp dazu: Die Kirche muß sparen, deshalb ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass
das Gebäude mit Energiesparlampen beleuchtet wird.
Ein Ärgenis für jeden Fotografen, denn das Lichtspektrum dieser speziellen Leuchtmittel ist undefinierbar, das kann man garantiert nicht wegfiltern. Ohne Blitz bekommst du sämtliche Farben, nur nicht die, die du gerne haben möchtest...

Du sollst vermutlich auch die "offiziellen" Porträts fotografieren. Das größte Problem dabei ist die Kontrastbeherrschung. Vergiß auch hier die
Automatik, insbesondere das Ganze Matrix-Mehrfeldmessungsgedöns, das geht garantiert in die Hose. Benutze die Spot-oder Selektivmessung , arbeit mit Ersatzmessungen oder interpretiere die Messungen auf Dunkel/Hell richtig und korrigiere entsprechend. Sinn macht dabei ganz sicher ein Handbelichtungsmesser, denn Lichtmessung kann ergebnissicherer funktionieren, wobei dir keine Methode das Denken abnimmt. Stichwort: Zonensystem.

Für die Porträts machen spezielle Filme Sinn. Zu Analogzeiten habe ich sehr gerne den Agfa XPS 160 genutzt. Der Film liefert erstklassige Hauttöne, wenn er richtig(!) verarbeitet und belichtet wird.
Prinzipiell kann Negativmaterial keine Unterbelichtung leiden, leichte Überbelichtung hingegen liefert oft bessere Ergebnisse. Ich habe
die Kamera dann einfach auf 100 ASA eingestellt, fertig. Die Weiterverarbeitung ist absolut entscheidend. Entweder selber Printen oder ab ins kompetente Fachlabor (teuer). Großlaborabzüge werden garantiert nix!

Schwarzweißfotografie ist ein weites Feld und grundsätzlich absolut Geschmacksache. Es gibt keine Standardempfehlung dafür. Grundsätzlich gilt aber: Selbstverarbeitung ist das A und O bei der ganzen Sache! Ich selber benutze auch heute noch sehr gerne den Fuji Neopan 400 als Rollfilm, belichtet wie 640 ASA, entwickelt in D-76 1+1.
Schöne "schmelzige" Lichter, ich mag das Zeugs ;-)
Aber wie gesagt: SW ist absolut individuell, für jeden Fotografen ein persönliches Gestaltungselement, und das ist auch gut so!

Das alles solltest du automatisch im Schlaf beherrschen, denn das wichtigste kommt noch.

Entwickel gemeinsam mit dem Paar ein Konzept.
Was passt zum Brautpaar? Konservativ? Supermodern?
Ein Rockerpaar hat vermutlich andere Vorstellungen als ein Bauernpaar. Gut, diesbezüglich bist du im Vorteil, denn du kennst die beiden ja, glaubst du zumindest:-). Am vermeintlich schönsten Tag ihres Lebens werden sie sich aber ganz sicher anders verhalten als im alltäglichen Leben. Nervös, etwas neben der Spur, überfordert halt. Damit mußt du als Fotograf professionell umgehen können. So wird dir das Brautpaar sicherlich nicht die Verwandschaft für diverse Gruppenbilder zusammentrommel können. Suche dir Verbündete, die die Verwandschaftsverhältnisse genau kennen. Familien sind kompexe Gebilde, nicht selten gibt es Zoff untereinander, was bei Gruppenbildern dann mal schnell zu, ähhh, "Unannehmlichkeiten" führen kann 8~). Etwas Psychologie kann bei solchen Events nicht schaden.

Sei dir über die Wirkung verschiedener Brennweiten im Klaren. Reportagebilder macht man nicht mit Teleobjektiven. Kurze Brennweiten und nah ran ans Geschehen. Dabei aber nicht nerven, das ist die Kunst dabei. Frei nach Robert Capa: "Ist das Bild nicht gut, warst du nicht nah genug dran" ...;-)

2 Bodys und Blitzgeräte sind Pflicht,falls mal was kaputt geht. Genügend Akkus und Filem einpacken, auch klar. Murphys Gesetze sind dir ja sicher bekannt?
http://userpage.chemie.fu-berlin.de/diverse/murphy/murphy.ht ml

Das klingt jetzt vielleicht alles etwas wild für dich und ich möchte dich auch sicher nicht entmutigen. Bleib locker, dann klappt das schon, sichtbare Feinde sind die harmlosesten...:-)

Schönen Gruß:
Frank

Zweig einklappen Re[0]: Welcher Film für eine Hochzeit im Winter ? (emma_runs_riot, 12.01.2005, 19:28 Uhr)
 Ich empfehle für Portraits den Kodak Portra NC 400 - sehr schöne, leichte Hauttöne.
Und sw den Ilford XP2, das ist ein Farbnegativfilm, der allerdings sw widergegeben wird und in der Entwicklung nicht so anfällig ist (halt Standard C-41, ist auch billiger). Außerdem duldet er über-und unterbelichtung besser als alle anderen, die ich kenne.

Frag nach, ob Du in der Kirche fotografieren darfst und ob Du dort blitzen kannst!!! Wenn Du keinen Blitz benutzen darfst, nimm dafür extra mindestens einen 800 ASA Film mit! Eher Höherempfindlich, Kirchen sind mesit wahnsinnig dunkel.

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